Posted by Murmelsang on Jul 4, 2009 in
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Mein Liebster hat in einem Forum unter sein Profil geschrieben :
“Manchmal im Leben geschehen Veränderungen so schnell und radikal, daß man sie nicht gleich begreifen kann. Dann muß man selber etwas verändern, um zu realisieren, was passiert ist. ” Zuerst dachte ich, damit hat er Recht.
Aber wenn ich es genauer bedenke, dann komme ich zu dem Schluss, solche Veränderungen brauchen immer eine Weile. Letztlich fällt nichts einfach so vom Himmel. Bekomme ich eine Gehaltserhöhung oder Senkung, ich kann es schon vorher spüren an der Art wie mein Vorgesetzter mich behandelt oder mir Menschen begegnen.
Ich denke, große Veränderungen werfen immer ihren Schatten voraus. Dabei bleibt letztlich in dem Moment wo wir ihn bemerken ganz egal, ob dieser Schatten Kühle spendet oder wir ihn als bedrohlich empfinden. Wir bemerken ihn schon vorher.
Davor die Augen zu verschließen bleibt dumm, denn letztlich gibt es immer einen Grund für diesen Schatten und ihn aufzuspüren und zu ergründen oder gar zu beseitigen, das wär die Kunst.
Posted by Murmelsang on Jun 17, 2009 in
Allgemeines
Heute hatte ich ein netten Plausch mit einer Mitschülerin, es ging dabei um die Beziehung zu ihrem Verlobten, einen neuen Kerl in ihrem Leben und was nun ansteht und so weiter und so fort. Worüber Mädels halt so quatschen auf dem Weg von der Schule zum Zug halt so quatscht unter Mädels.
Quintessenz des Ganzen war jeden Falls sie und ihr Holder machen eine Beziehungspause, weil er sie doch nicht mehr so wirklich liebt.
Ehm… Moment mal. Beziehungspause?
Nicht Ende Schluß und aus, weil sie eine neue Flamme hat?
Nein, er möchte eine Beziehungspause, weil er sie nicht mehr liebt.
ABER Zitat: Zum ich liebe dich sagen reicht es noch.
Ehm, ich mag ja gelegentlich mal langsam sein…
Nicht mehr lieben, aber zum ich liebe dich sagen reicht es noch!!
Hallo? Vier Seiten einer Nachricht?
Wo geht denn hier bitte der Inhalt mit dem Gesagten überein?
Ich mag ja eine zuweilen etwas verschrobene Sicht auf die Welt haben und ja, es ist auch an mir nicht vorbei gegangen, dass einige Worte nach und nach an Bedeutung verlieren. Ich meine, es gibt ja durchaus Leute die einen etwas derberen Umagng miteinander pflegen und sich mit liebevollen Kosenamen wie Penner, Schlampe, Drecksack und co freudig begrüßen….
Aber he, Leute, das könnt Ihr doch nicht machen!
LIEBEN, das ist so eine enorme Sache, nicht so ein Kinderkram wie gern haben, mögen und so. LIEBE!
Das ist so eine welterschütternde Sache, ich hätte zumindest gedacht, die bleibt wem heilig, wenn schon alles andere bedeutungslos und beliebig wird. Aber vielleicht ist das wirklich nicht verwunderlich, wenn ich heutzutage jedem, der mir über den Weg rennt, sagen kann: “Ich hasse dich!”, ohne das wirklich zu meinen.
Hm, vermutlich bin ich mittlerweile einfach ein Verfechter von Offenheit, Ehrlichkeit und Direktheit geworden. Und wie sollte ich all das erlangen ohne eine Bedeutungsgleichheit von Worten?
Also nur noch mal zur Erinnerung zur Bedeutung von LIEBE.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liebe
Das ist so einfach beschrieben, das sollte doch auch dem letzten Hirsch, ehm Hornochsen… ach verflixt Idioten (die armen Viecher können schließlich nix dafür) klar werden.
Irgendwann mit 14 oder so habe ich mal ein Buch mit Erzählungen gelesen. Darin gab es eine Geschichte von Renate Welsh “Wörterputzer” hieß die Geschichte. Damals fand ich den Titel ziemlich sonderbar und unspannend. In der Geschichte geht es um ein Pärchen, das feststellt, dass ihnen die Worte “Ich liebe dich” zu abgedroschen klingen und sie suchen, wenn ich mich denn jetzt richtig entsinne, nach anderen Worten um genau diese eine Sache auszudrücken.Vergebens. Am Ende beschließen sie diesen Worten einfach noch mal nachzusinnen und sie neu kennenzulernen. Ja, allen Protestieren sei stattgegeben, das klingt furchtbar esoterisch. ABER: Macht das doch ganz einfach mal. Versuch mal für euch zu ergründen, was für euch LIEBE bedeutet und heißt (und vergleich das notfalls noch mal mit dem Wiki-Artikel) und dann versucht mal ein anderes Wort dafür zu finden.
Mir ist das nicht gelungen. Stattdessen habe ich für mich einfach die Konsequenz daraus gefunden, diesen Satz nicht mehr so abzunutzen und bei jeder Gelegenheit zu mißbrauchen. Und siehe da, er gewann mehr und mehr an Bedeutung für mich.
Man muss kein Kommunikationstheoretiker oder Sprachwissenschaftler sein um zu merken, dass eine Aussagen an Bedeutung gewinnen, wenn man sie nicht wie einen geschmacklosen Kaugummi immer wieder und wieder durchkaut. Spuckt den Kram einfach weg! Und schmeckt das Ding mal ganz neu, das schmeckt gleich viel besser…. und wer will schon so ein altes geschmackloses, hartes Ding mit mittlerweile leicht bitterem Geschmack aufessen. Bah, ich definitiv nicht. Das nächste lieblos dahin gesagte “Ich liebe Dich” kann mein Gegenüber auf jeden Fall gleich wieder mit nach Hause nehmen.
Schlagwörter:Liebe, Plädoyer, Sprache
Posted by Murmelsang on Apr 9, 2009 in
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Was treibt einen von der abwechslungsreichsten, spannendsten und größsten aber zugleich auch dreckigsten und grausten Stadt des Landes in ein idyllisches, kleines Unistädtchen mitten im Frühling.
Nicht allzu schwer oder? Ja, ganz genau der Frühling.
Nein, nicht der kalendarische sondern der verkitschte aus tiefstem Herzen kommende, der einen packt und völlig unvorbereitet mit dem Herzen spazieren geht.
Ist eine hinterhältige Geschichte das ganze und trotz aller “Vorsichtsmaßnahmen” so gänzlich gar nicht planbar. Wie ich das finde? Na großartig, was für eine Frage. Wenn einen so etwas erwischt, wer wäre da so blöd und würde sich dagegen wehren.
Na ich mit Sicherheit nicht! Ich werde die Zeit hier erst einmal genießen und schauen, was das Leben so bringt.
Und für die, die es immer noch nicht verstanden haben, verknallt sein ist etwas wunderbar kitschiges und großartiges.
Schlagwörter:Frühling, Gießen, Liebe
Posted by Murmelsang on Dez 23, 2008 in
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So, nun also soll es losgehen.
Die Führung durch die Tiefen des Wahnsinns, die Abgründe der Welt und die Höhen aller Freuden … naja, vielleicht doch etwas übersteigerte Formulierung, aber die meisten können vermutlich erahnen worauf das hier hinaus läuft.
Schauen wir doch einfach einmal und warten wir ab, welche Absurditäten uns noch so anspringen werden.
In diesem Sinne:
Open your eyes Look around and find what you`re searching for!
Schlagwörter:Abgründe, Freude, Wahnsinn